Showdown mitten in Karlsruhe

Shownotes

18 Sekunden, die sich anfühlen wie eine halbe Ewigkeit. 18 Sekunden, in denen zwei Menschen sterben. Am 10. Dezember 2010 endet die Jagd nach den Gentlemen-Räubern mitten im Weihnachtstrubel in Karlsruhe. Zwei Polizisten wollen die beiden routinemäßig kontrollieren, doch das Ehepaar, das gerade einen Banküberfall gemacht hat, beginnt zu schießen. Die Passanten merken nichts. Eine Frau steht mit Kinderwagen in der Szenerie des Kugelhagels, telefoniert. Ein anderer Mann läuft einfach weiter. Währenddessen stirbt der Räuber, seine Frau richtet die Waffe gegen sich selbst. Wie hat der Polizist die Szene erlebt, der den Räuber erschossen hat? Wie lief es aus Sicht der Polizistin ab, auf die geschossen wurde? Wie schildern die Zeugen die Szenerie und vor allem: Wer war das Ehepaar, das 15 Jahre lang die Banken und die Polizei in Atem hielt? Die Polizei nannte sie die Gentlemen-Räuber, weil sie bei vielen ihrer Überfälle höflich auftraten. Manchmal schickten sie danach sogar Entschuldigungsschreiben. Kein typisches Bild eines Verbrechers.

Finde den versteckten Rätselhinweis!

Die Website zum Podcast und zum Spiel findest du auf der Seite der Adventurebox.

Zeitungsartikel zum Fall findest du auch auf bnn.de

Wir danken dem Städtischen Klinikum Karlsruhe für die Unterstützung bei den Atmo-Aufnahmen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von der Adventure Box und der Karlsruhe-Tourismus GmbH.

00:00:07: Freitag, der zehnte Dezember Jahrzehnteinzehn.

00:00:10: Karls Ruhr ein eiskalter Adventstag.

00:00:15: Die Dämmerung senkt sich über die Innenstadt Der Weihnachtsmarkt duftet nach Glühwein und

00:00:19: Bratwurst

00:00:21: Menschen hassten über die Kriegsstraße Letzte Einkäufe Feierabend Stimmung.

00:00:27: Das

00:00:27: Karls Tor

00:00:28: Ein zentraler Ort Fußgängerzone Geschäfte, eine Straßenbahnhalterstelle und nur wenige Schritte entfernt der Bundesgerichtshof.

00:00:40: Genau dort schlagen die Gentlemenräuber ein letztes Mal zu.

00:00:44: Gegen sechszehn Uhr betreten sie die Volksbank-Filiale.

00:00:48: Angestellte und Kunden ahnen nicht dass sie sich in einem der gefährlichsten Momente ihres Lebens befinden.

00:01:15: Ein Überfall auf die Volksbanken.

00:01:17: doch das ist nicht irgendein Bankraub.

00:01:21: Es ist der letzte Akt einer beispiellosen Serie.

00:01:24: Einundzwanzig Überfälle in fünfzehn Jahren, meist von einem Ehepaar.

00:01:29: Sie traten auf wie Bonnie and Clyde Höflich Präzise Brotal wenn es darauf ankam.

00:01:38: Die Presse nannte sie die Gentlemen-Räuber.

00:01:44: Der Mann ruft laut.

00:01:45: das ist ein Überfall.

00:01:47: Er öffnet seine Jacke zeigt zwei Waffen fordert Geld Aber trotzdem ruhig.

00:01:54: Das sagt eine Bank angestellte später, die die Szenerie beobachtet.

00:01:59: Eine Kollegin bekommt den Überfall erst gar nicht mit!

00:02:03: Die Täter wollen wissen wer den Tresorschlüssel hat?

00:02:06: Die Angestellter holt ihn und geht gemeinsam mit einem Kollegen in den Tressoren.

00:02:11: Der Täter hat Kabelbinder dabei.

00:02:13: Fragt die beiden ob sie ein Auto haben.

00:02:17: Oft nahmen die Räuber bei ihren überfällen Autos von Angestelten als Fluchtfahrzeug.

00:02:22: Doch die Filiale befindet sich mitten in der Stadt.

00:02:24: keine Parkplätze und damit auch kein Auto, das sie für ihre Flucht nutzen können.

00:02:30: Der Mann sammelt selbst das Geld ein.

00:02:33: Als er wieder hoch kommt, fordert er alle auf einzeln in den Keller zu gehen.

00:02:38: Die Frau dirigiert sie nach unten.

00:02:40: der Angestellte, der mit ihm runtergeht berichtet später dem badischen neuesten Nachrichten

00:02:52: Und ich habe in seinen Augen gesehen, dass er am Zweifelsfall ernst machen würde.

00:02:58: Ich dachte aus dieser Geschichte kommst du nicht mehr heil raus.

00:03:03: die paar Minuten kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor.

00:03:06: Er wollte fünfhundert erscheinen

00:03:08: aber wir hatten

00:03:09: nur hunderte!

00:03:10: Er wollte das ihm sofort einen Autoschlüssel gebe Aber ich hatte keinen Griff bereit.

00:03:15: Ich habe versucht den Mann irgendwie zu beruhigen.

00:03:18: Das macht man intuitiv.

00:03:20: So eine Situation kann man wirklich nicht trainieren.

00:03:24: Die Täterin gab vor, einen Sprengstoffrödel zu tragen.

00:03:27: Sie drohte uns alle in die Luft zu

00:03:29: jagen.".

00:03:30: Eine Polizeistreife ist zufällig ganz in der Nähe.

00:03:33: Zwei Beamte – eine junge Polizistin und ihr erfahrener Kollege sind zuerst am Tatort.

00:03:40: Auf der Rückbank des Wagens sitzt ein Praktikant, der seinen ersten Tag im Streifendienst hat.

00:03:46: Über Funk erfahren sie das in der Volksbank Alarm ausgelöst wurde.

00:03:50: Die beiden Streifenpolizisten erinnern sich später gut an diesen Moment.

00:03:54: Und daran, wie gewöhnlich dieser Einsatz erst

00:03:57: wirkte.".

00:04:19: Bankalarm.

00:04:20: Eigentlich nichts ganz Ungewöhnliches, ja wir sind dann hingefahren und wir waren das erste Fahrzeug vor Ort.

00:04:27: Aber der erste Gedanke ist eigentlich oder man muss es so sagen Man denkt oft naja es wird wahrscheinlich ein Fehlerlarm mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit obwohl man eigentlich immer vom echten Alarm ausgehen soll.

00:04:38: aber weil's einfach in den über ganz überwiegenden Fällen sind Fehlerlagen gerade um die Uhrzeit Weil Es Ganz Oft eine Putzfrau Ist Oder So Die Einfach Bei Ihren Tätigkeiten Daran ein Alarmknopf oder so auslöst, ausversehen.

00:04:52: Nichtsdestotrotz gehen wir dann vom Ernstfallaussehen dort dorthin gefahren und haben uns dann dort aufgestellt wie uns das gesagt worden ist von unserem Führungs- und Lagezentrum so schräg gegenüber von der Bank und haben da erst mal gewartet was da passiert.

00:05:06: man konnte auch nicht so richtig in die Bank reinschauen weil es mit so Lamellen vorhängen verhangen war.

00:05:21: Der Praktikant hat gesagt, er hat jemanden gesehen, der die Hände hochmacht.

00:05:26: Dann haben wir uns schon angeschaut und haben beide nicht wahrgenommen.

00:05:30: Aber war für uns auch nicht aufregender als sonst, wenn er das so wahrgenommen hat.

00:05:35: Und aus der Bank kam dann ein Mann zuerst, der ist in den Auto gestiegen, was am Eck geparkt hat mit Warnblinker und ist davon gefahren.

00:05:46: Das haben wir über Funk durchgegeben Und kurz danach kam ein Pärchen raus, Mann und Frau.

00:05:54: Zuerst die Frau, dann der Mann, die laufen über die Kriegsstraße in einem ganz seltsamen auffälligen Gang.

00:06:02: Also immer mal normale Schritte.

00:06:06: Dann hat man sich umgeschaut nach hinten, dann wieder ein bisschen schneller gelaufen.

00:06:10: So haben sie die Straße überquert.

00:06:14: Die werden wir kontrollieren, sehen komisch aus.

00:06:17: Ich habe zu meinem Streifenpartner gesagt ich glaub ... Wir haben ein paar Rücken auf.

00:06:22: Und dann war uns beide schon klar, das ist jetzt was anderes als

00:06:26: sonst.".

00:06:27: Das waren sehr schnelles Gehen und hat sich immer wieder nach dem Mann umgeschaut und kurz auf den Quadret aufgeschlossen hat.

00:06:34: Dann ist sie wieder vorgelaufen deutlich schneller als er.

00:06:39: Es war einfach so merkwürdig das Verhalten dass wir uns entschlossen haben, dass wir die mal kontrollieren.

00:06:46: Doch dann eskaliert die Situation schnell!

00:06:49: Drei Schüsse im Hintergrund und dann

00:06:52: das K. Ich saß auf der Beifahrer-Seite, man muss dazu sagen die Runde vorher, die Schichtrunde ist schon jemand entwischt den wir hatten kontrollieren wollen und deswegen haben wir gesagt es nächste Mal fahren wir näher ran.

00:07:13: so hatten wir uns besprochen und das hat mein Streifenpartner dann gemacht und ich zwischen dieses Pärchen gefahren.

00:07:21: ich bin ausgestiegen Die Türe war noch zwischen uns und hab sie angesprochen.

00:07:28: Stopp, Polizei!

00:07:29: Sie soll jetzt

00:07:29: anhalten.".

00:07:30: Und sie dreht sich um und macht ... Schaut mir in die Augen und war total erschrocken.

00:07:35: Die hatten uns nicht gesehen im Streifenwagen, dass wir da langsam ranfahren an die beiden.

00:07:41: Also sie war sichtlich erschrockend überrascht.

00:07:45: Ich seh dann aus dem Augenwinkel rechts neben mir wie Hände nach oben gehen.

00:07:51: Und drehe mich dann um, da stand er... Mit der Waffe nach oben und wenn dann wieder zurück auf den Beifahrersitz abgetaucht quasi.

00:07:59: Die Polizistin hat keine andere Möglichkeit, als durch das Fahrzeug zu klettern.

00:08:04: Es ist ihr einziger freier Weg weil die Täter quasi vor ihr stehen!

00:08:09: Die Fahrertür ist offen sie kann nicht durch und geht in Deckung.

00:08:14: Und dann von dort aus habe ich gesehen wie er seine Hand mit der Waffe hoch hält und versucht zu schießen in Richtung meines Streifenpartners, der ausgestiegen war und uns Fahrzeug vorne rumgegangen ist.

00:08:28: Und höre dreiviermal klick-klick-click und hör aber keine Schüsse nur dieses Klicken.

00:08:36: In der Zeit habe ich das Funkgerät im Streifenwagen genommen und habe gesagt hier ist eine Schießerei.

00:08:41: Ich bin durchs Fahrzeug dann durchgeklettert also auf der Fahrer Seite dann raus gegangen und bin im Beholm Entdeckung gegangen.

00:08:48: Dann habe ich eigentlich nur noch Sicht auf ihn gehabt und habe dann durch die beiden offenen Türen angefangen auf ihn zu schießen.

00:08:57: Er hat zurückgeschossen in beide Richtungen, also in die Richtung von meinem Streifenpartner und in meine Richtung und auf meinen Kopf, also mein Gesicht

00:09:05: reingezielt,

00:09:06: hat Gott sei Dank verriessen und hat mich am Oberschenkel getroffen.

00:09:12: Das hab ich gleich gemerkt dass es ein Treffer ist und bin dann eben durchs Fahrzeug durch.

00:09:15: Ich hab dort Deckung genommen, hab zurück geschossen, hab nur noch ihn gesehen... ...und hab gedacht wieso?

00:09:22: Wieso felten der nicht um?

00:09:25: Es ging echt lang.

00:09:26: Und in dieser Deckung am B-Holm ist mir auch noch eine Kugel vorbeigeflogen, an mir vorbei im Kopf.

00:09:32: Das habe ich gemerkt.

00:09:37: Als sich den Mannschuss abgegeben hatte und er hat dann darauf keine Veränderungen gezeigt oder weiter auf mich gezielt, dann habe ich geschossen auf ihn.

00:09:45: Ich hab gesehen, dass er reagiert.

00:09:47: Er hat sich so an die Brust gefasst und es hat sich leicht gekrümmt.

00:09:51: So auf die Ahr, als wird's ihm ... Jetzt würde ich sie in die Luft aus der Lunge pressen.

00:09:58: Und in dem Moment habe ich gedacht, ok... Ich habe nach links geschaut und habe dann die Frau gesehen wieder.

00:10:04: Die stand da ein paar Meter entfernt und sehe wie sie jetzt eine Umhängetasche ankappt hat sie vor quasi vor der Hüfte getragen.

00:10:14: Die war relativ groß und ich habe dann sehen wie sie aus der Tasche oder hinter der Taschen das gar nicht mehr sagen.

00:10:21: Auch, wie dann eine Pistole rauszieht.

00:10:22: Sie nach oben nimmt und auf... Ich weiß nicht mehr genau ob sie es auf mich oder die Kollegin gerichtet hat.

00:10:30: Jedenfalls hat sie sie auf einen von uns gerichtet und habe in dem Moment auch auf die Frau geschossen.

00:10:41: Die ist dann... ich kann auch nicht mehr sagen, wie viel Schüsse das war, aber sie ist dann umgefallen.

00:10:50: auf den Po und dann im Oberkörper, auf den Asphalt.

00:10:53: Und lag dann da für ein Bruchteil einer Sekunde...

00:10:57: ...und

00:10:58: nimmt dann ohne zu zögern die Waffe

00:11:03: nach oben.

00:11:04: Ich habe gedacht, hör doch einfach auf!

00:11:07: Macht auch jetzt nicht weiter damit.

00:11:09: Aber tatsächlich ohne zu Zögern nimmt sie es nach oben, steckt sich hinten einen Mund und drückt ab.

00:11:15: In dem Moment ist sie dann auch zusammengesagt Die Arme sind runtergefallen und so weiter.

00:11:20: Sie lag dann da, dann habe ich mich wieder nach rechts gedreht, wieder zu dem Täter.

00:11:26: Und hab gesehen dass der immer noch stand und er auch die Waffe nach oben nimmt und auf mich richtet.

00:11:33: Dann habe ich auch nochmal auf ihn geschossen und erstand tatsächlich auch umgefallen relativ zeitlich danach und lag dann quasi aufm Ass-Falt.

00:11:45: Jeder Schuss wurde leiser es wurde immer dumpfer Aber der erste war noch sehr laut, der zweite war auch noch lauter.

00:11:50: Der dritte wurde dann schon leiser und dann war es irgendwann nur so wie ein dumpfes Krollen einfach.

00:11:57: Es hört sich komisch an und ich halte es für unmöglich eigentlich.

00:12:01: aber ich würde auch behaupten... Ich habe sogar die Projektile fliegen sehen!

00:12:05: Also für mich lief tatsächlich alles wie ein Zeitlupe ab.

00:12:10: Aber ich konnte mich in Realgeschwindigkeit bewegen.

00:12:12: So kam's mir vor.

00:12:13: Das hört sich irre an, aber das ist so.

00:12:15: mein Empfinden ja, wie das war.

00:12:17: Also ich habe gesehen, wie der Schmauch ganz langsam vorne aus dem Lauf in der Waffe austritt.

00:12:24: Wie auch so ein kleines Mündungsfeuer entsteht und so.

00:12:27: Und ich würde behaupten... Ich weiß dass ich einmal einen Schuss, also der ist am Täter vorbeigeflogen auf Höhe von seinem Schienenbein.

00:12:36: Ich würde überhaupt nicht ab denen sehen das er vorbei gegangen ist.

00:12:39: Direkt nach dem Schusswechsel läuft ein Mann in die Szene.

00:12:43: Sekunden entscheiden ob der Polizist auf ihn schießt oder ihn laufen lässt.

00:12:48: Als quasi die Frau sich suizidiert hatte und dann der Mann auch umgefallen gewesen ist lief auf einmal ein Mann in Zivil, den ich auch nicht kannte, lief einfach in die Szenerie rein und hat ja eine Waffe in der Hand.

00:13:08: Der Täter lag quasi zwischen mir und ihm.

00:13:13: Der lief in dieses Szenarie mit dieser Waffe, die er aber nach unten gezeigt hat Richtung Boden.

00:13:23: Lief der einfach da in dieses Bild rein und ich dachte auch immer erst Moment... Ich habe ihn auch angeschrien wer bist du?

00:13:31: Und dann hat er gesagt Kripo.

00:13:33: Klar im Nachgang sagt man sich das kann ja jeder sagen Aber irgendwie in dem Moment war es für mich so Das wird jetzt blöderen, aber der hat sich bewegt wie ein Polizist.

00:13:43: Die Waffe die er an der Hand hatte würde ich sagen Also aus der Entfernung habe ich die so gesehen, wir haben ja alle die gleiche Dienstwaffe.

00:13:51: Die hat ausgesehen wie meine Waffe und einfach vom ganzen Habitus und wie er sich bewegt hat.

00:13:55: So habe ich gesagt das ist ein Polizist.

00:13:58: Und dann, klar hatte sie auch rausgestellt.

00:13:59: später es war ein Polozist, die an da eine verdeckte Maßnahme, die waren zufällig gerade um die Ecke und er hat das mitgekriegt und calm down wollte, da helfen.

00:14:09: also es ehrt ihn eigentlich dass er da unterstützen wollte.

00:14:11: gefährlich was für ihn.

00:14:12: trotzdem.

00:14:12: aber der Kollege war sehr erfahren nicht mehr lange hat das Risiko gut abgewogen damals.

00:14:17: Dann bin ich erst mal zum Streifenwagen gerannt, der aber nur ein paar Meter weg war und habe quasi wollte unser Führungslagezentrum.

00:14:25: Ich hab da quasi gefunkt dass die uns schleunigste AK schicken sollen das da zum Schusswaffen gebraucht kam.

00:14:36: Und in dem Moment sagten die Kollegen zu mir, ich habe im Schuss einen rechten Oberschenkel abbekommen Habe ich im ersten Moment, da wird jetzt ein Nachgang drüber lachen.

00:14:45: Da habe ich gesagt das ist aber nicht dein Ernst oder?

00:14:50: Und dann hab' ich es auch durchgegeben dass da quasi Notarzt und ein Rettungswagen kommt.

00:14:59: für die Kollegin hat dann zu ihr gesagt leg dich hinten in Streifenwagen rein gelegt.

00:15:06: und ich habe da noch versucht am Bein diese Verletzungen von ihr zu finden, sie hat natürlich eine lange Hose an gehabt.

00:15:15: Hab da aber auch an der Hose kaum Blut

00:15:17: gesehen.".

00:15:18: Der Praktikant kauert sich während der Schießerei hinter den Streifenwagen – die angeschossene Polizistin liegt auf dem Rücksitz.

00:15:26: Er ist auch Praktikant, aber er ist Sanitäter im Rettungsdienst nebenher.

00:15:44: Ob man gucken kann, wie er mir helfen kann und ob was verbunden werden muss – genau das war die erste Hilfe, die auch mit da

00:15:51: war.".

00:15:52: Der Rettungstienst kommt, schaut sich die Wunde der Polizistin an.

00:15:56: Schnell wird klar es ist ein glatter Durchschuss.

00:16:00: Also kurz bevor die Türen zugegangen sind habe ich noch meinen ehemaligen Gruppenführer gesehen.

00:16:06: Sie waren damals auch im Einsatz, auf dem Reviermarktplatz.

00:16:08: Die machen ja immer so ... Auf den Weihnachtsmarktkontrollen werden die dann angefordert und derstand noch am Krankenwagen hat alles Gute gewünscht, das sind die Türen dann zugegangen Und im Krankenwagen selber kam gleich eine Kollegin von unserer damaligen psychologischen Betreuung, internen Betreuungen, die zufällig in der Nähe war, die kam dann gleich, wir haben uns damals auch nicht gekannt und hat sich vorgestellt Und das war für mich gut.

00:16:38: Ich habe dann an die abgegeben quasi und hab gesagt, also ich habe gemerkt mein Handy läuft schon heiß eine der ersten Nachrichten von meinem Praxisausbilder aus Freiburg, der mitgelesen hat, was ist denn bei euch los in Karlsruhe?

00:16:53: Geht es dir gut?

00:16:55: Wir haben gewusst wir sind auf der gleichen Schicht.

00:16:57: Also das steht an den Baden-Württemberg gleich.

00:17:01: Er hat gewusst ich bin im Dienst und er hat dann gleich geschrieben.

00:17:06: Und dann habe ich zu der Kollegin, die bei mir drin war gesagt.

00:17:10: Du ruf mal meinen Mann an!

00:17:12: Der hatte am nächsten Tag Geburtstag und ich hab gesagt weil wenn ich Anruf, dann breche ich tatsächlich zusammen.

00:17:19: und wenn ich da jetzt anfangen muss zu erzählen... Wenn ich das gemacht hätte, wäre es für mich deswegen.. Ich konnte immer noch so mach du das mal sagen, dass hat sie gemacht, nimmt mein Handy ruft ihn an und er sagt nur Moment, ich rufe dich gleich zurück.

00:17:33: Ich trage getränke Kisten hoch und leg wieder

00:17:35: auf.".

00:17:36: Okay ... Er hatte dann zurückgerufen und ist dann auch ins Krankenhaus gekommen.

00:17:44: Ich für mich war froh, da wegzukommen.

00:17:49: Kein Jubeltrubel, weil natürlich sind Leute ohne Ende gekommen und es wurde abgesperrt.

00:17:56: Das habe ich schon alles mitbekommen.

00:17:59: Und ich war dann froh.

00:17:59: da weg zu sein.

00:18:04: Die Kollegin wurde im Rettungswagen behandelt, ich war dann da relativ stark unter Strom und wollte damit arbeiten.

00:18:11: Da kam ein Passant gelaufen der einfach in die Szenerie rein lief.

00:18:14: was mich so überrascht hat ist das tatsächlich.

00:18:17: Man stellt sich das ja vor, da fallen Schüsse und dann sieht man dass wenn man es im Film sieht, dann rennen alle Leute weg und werfen sie auf dem Boden oder so als ob das gar nicht der Fall war.

00:18:26: Es war eher so dass die Leute ganz interessiert geschaut haben.

00:18:29: Ich glaube die meisten machen sich aber auch gar nichts bewusst darüber, wie gefährlich die Situation da war.

00:18:34: Wie gesagt, lief einfach ein paar Sand in diese Szenerie rein und dann habe ich da noch

00:18:37: weggeschickt.".

00:18:40: Hannes Schierle, Kiefer Chirurg beobachtet die Szene aus dem fünften Stock seiner Praxis – sie liegt gegenüber!

00:18:46: Ich hatte einen Gnalle gehört und dachte das sind wirklich wieder so Idioten, die jetzt mit der Silvesterballerei angefangen haben aber ... Dann bin ich der Neugier halber schon aufgestanden und hab rausgeguckt.

00:19:04: Es lief alles bis auf die Eisenschüsse oder auf die Eisenknaller sehr ruhig, fast schon absurd.

00:19:13: Fünfzehn Sekunden, dreißig Schüsse mitten in der Karlshoher Innenstadt zwischen Straßenbahn Passanten und Autos.

00:19:22: eine Kugel schlägt im Glas der benachbarten Straßenbahnhaltestelle ein.

00:19:26: Die Autos fahren weiter Bis auf eines, das bleibt stehen.

00:19:32: Der Fahrer macht die Tür auf, rollt sich auf den Boden.

00:19:36: Doch viele Menschen realisieren nicht wie gefährlich die Situation gerade

00:19:40: ist.".

00:19:47: war offensichtlich so im Gespräch, dass sie das gar nicht mitbekommen hat.

00:20:04: Was da ablief?

00:20:06: und als die Bankräuberin da auf dem Boden lag, hatte er mit dem Kopf zur Telefonzelle hin, lief sie einfach weggegangen?

00:20:16: Ein Passantgerät in die Szenerie ist zehn, fünfzehn Meter entfernt von der Schießerei und wird von der Polizei überwältigt.

00:20:24: Den badischen neuesten Nachrichten berichtet er ihm nach hinein davon.

00:20:28: Er will gerade über die Straße gehen, da hört er geschrei.

00:20:31: Schüsse fallen!

00:20:32: Er sieht wie Kugeln an einer Mauer abprallen und Betonsplitter fliegen.

00:20:36: Mein erster Gedanke war... Da läuft eine Armock.

00:20:40: So kurz vor Weihnachten.

00:20:42: Er wirft sich flach auf den Boden.

00:20:44: Schüssel knallen durch die Luft.

00:20:45: Zwei schwarz gekleidete Männer stürmen auf ihn zu.

00:20:48: Der ein ist mir mit vollem Gewicht mit dem Knien der Rücken gesprungen.

00:20:52: Er hat geschrieben bewegt

00:20:53: dich nicht sonst knall ich dich ab.

00:20:55: Er blickt in den Lauf einer Maschinenpistole.

00:20:58: Ich

00:20:58: dachte

00:20:58: jetzt sterbe ich,

00:20:59: jetzt ist es vorbei.

00:21:01: In dem Moment ist mein Leben wie im Film an mir vorüber

00:21:03: gelaufen.".

00:21:05: Irgendwann darf er endlich aufstehen.

00:21:08: Jemand gibt dem zitternden Mann eine Decke.

00:21:12: Auf den Polizeipräsidium wird er verhört.

00:21:16: Stückchenweise klärt sich auf in was für einen Krimi er da geraten war.

00:21:25: Als die letzten Schüsse verhalten, ist das still am Karlsturm.

00:21:29: Zwei Tote – eine verletzte Polizistin Ein überfallenes Bankhaus und ein Tatort, der mehr Fragen als Antworten hinterlässt.

00:21:39: Wer waren diese beiden?

00:21:41: Und warum mussten sie sterben?

00:21:45: Während Spurensicherung und Ermittler die Szenerie sichern spielt sie im Hintergrund längst eine zweite Geschichte ab!

00:21:52: Auf der anderen Straßenseite observieren verdeckte Ermittlers einen geplanten Drogendeal ohne zu ahnen dass sich nur wenige Meter entfernt ein tödlicher Showdown abspielt.

00:22:06: Und in der Bank selbst sitzen drei romänische Männer fest, die kurz vor dem Überfall mit gefälschten Papieren einen Konto eröffnen wollten.

00:22:15: Als die Gentleman-Räuber eintreffen, wären sie zu unfreiwilligen Geiseln und später zu verdächtigen in einem eigenen Verfahren.

00:22:26: Die Polizei steht vor einem Rätsel.

00:22:29: Wer sind die Täter wirklich?

00:22:31: Und warum konnten sie über fünfzehn Jahre lang unbehellig Banken ausrauben?

00:22:36: Immer wieder mitten in Baden.

00:22:39: In der nächsten Folge... ...warum die Fahndung so lange scheiterte, welche Spuren ins Nichts führten und wie sich hinter den Kulissen,

00:22:49: die Ermittler

00:22:50: auf die Jagd nach den Gentleman-Räubern

00:22:52: machten.

00:22:55: Sag mal, hast du immer wieder was von Graurei gehört?

00:22:58: Nee, die hat ihre Ordenkönigung rausgehauen, dann hat es sich nicht mehr gemeldet.

00:23:03: Also langsam habe ich mir echt Sorgen.

00:23:05: Das

00:23:05: passt gar nicht zu ihr, dass die sich so lange nicht meldet.

00:23:08: Lass mich mal schauen!

00:23:09: Vielleicht hat sie auf ihrem Blog was veröffentlicht?

00:23:12: Die hat ein Blog?

00:23:13: Wusste ich gar nicht.

00:23:14: Gib mal die Adresse.

00:23:16: Graureiherpunktzeit also S-I-T-E das ist es.

00:23:26: Ah cool!

00:23:28: Scheiße

00:23:28: ich glaube das Mikro ist noch auf.

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